28/12/09

 

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Reizschwelle eines (Jagd-) Hundes und
         dessen guter bzw. schlechter Leistung auf (Jagdgebrauchs-) Prüfungen??

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Die Frage überrascht Sie?! Mich auch!!

Aber Sie kennen das; anläßlich einer Hundeveranstaltung kommt man in`s Gespräch, es wird so dies und das diskutiert und
irgendwann steht dann eine Äußerung im Raum, die alle verblüfft und auf die man im Moment nicht so recht antworten kann:
       “Hunde mit hohen Leistungen auf Prüfungen haben eine niedrige Reizschwelle und es sei Vorsicht geboten bei der
                                                               Verwendung dieser Hunde in der Zucht.”
Da macht man sich im Nachhinein so seine Gedanken und recherchiert ein wenig:
Zunächst ein Satz einer Hundetrainerin zur Klärung der Begrifflichkeit “Reizschwelle”, den ich in diesem Zusammenhang gelesen
habe: “...dennoch ist der Begriff “Reizschwelle” in fast keinem Hundebuch erklärt oder definiert und wird in allen möglichen und
             unmöglichen Zusammenhängen gebraucht bzw. missbraucht...”
Sie fährt fort:
“Die Reizschwelle ist der Punkt, ab dem ein Hund auf einen Reiz reagiert. Ein Hund hat bezüglich verschiedener Situationen auch
 verschiedene Reizschwellen...” (z.B. niedrige Reizschwelle gegenüber fremden Hunden; hohe Reizschwelle gegen Geräusche)...”

Ob ein Hund auf einen Reiz reagiert, hängt von zwei Faktoren ab: 1. Der Stärke des wahrgenommenen Reizes
                                                                                       2. Der Bereitschaft des Tieres, auf diesen Reiz zu reagieren
Hat ein Hund eine hohe Reizschwelle, dann reagiert er nur auf relativ starke Reize; ein Hund mit niederer Reizschwelle reagiert
schon auf schwache Reize.
Die Höhe der Reizschwelle ist teilweise rassespezifisch vorgegeben.
Die Reizschwellenerniedrigung und die daraus resultierenden Reaktionen des Hundes auf die geringsten Reize mit unangemesserner
Heftigkeit sind Ergebnisse der falschen Haltung, Führung oder Ausbildung des Hundes. (1)

Bei unseren Jagdhunden wiederum, gibt es auch genetisch bedingte hohe oder niedrige Reizschwellen; z.B.’ lautes Jagen ‘
- genetisch bedingte Jagdpassion. - (2)
Und damit zurück zu der eingangs gestellten Frage!
Sicherlich steht fest, daß das laute Jagen der Hunde von der hohen bzw. niedrigen Reizschwelle beeinflußt wird. (2)

>> Welchen Einfluß aber hat die Höhe der Reizschwelle z. B. auf die Anlagefächer; das Vorstehen, Nasengebrauch etc...,
       oder sind etwa in der oben gestellten Frage auch die Abrichtefächer mit einbezogen?
>> Was aber hat eine hohe Punktzahl bei der Apportierleistung mit der Höhe der Reizschwelle eines Hundes zu tun?

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           Meine 30jährige Erfahrung als Jagdhundeführer und -ausbilder reichen offensichtlich nicht aus,
           um diese Frage zu beantworten.

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(1)  “Die Reizschwelle”, von Birgit Lehnen, Hundetrainerin, Internetausdruck
(2)  “Jagdgebrauchshundewesen”-Lautes Jagen der Vorstehhunde aus jagdlicher und züchterischer Sicht, Rupert Reininger